Haben Sie schon begonnen?

Die Mehrwertsteuersätze sinken auf den 1.1.2018 von 8% auf 7,7% und von 3,8% auf 3,7%. Es verbleiben noch knapp 3 Monate für die Umstellung. Weiterlesen

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Wir wurden erhört

Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hat am 19. September 2017 den zweiten Entwurf zur MWST-Info 04 „Steuerobjekt“ publiziert. Konkret betreffen die Änderungen das Geschäft mit Geldforderungen und Inkassogeschäfte. Der zweite Entwurf ist im Normalfall gleichzusetzen mit der finalen Fassung.

Die Subkommission Mehrwertsteuer von EXPERTsuisse hat zum ersten Entwurf Stellung genommen und es ist deshalb sehr erfreulich, dass zwei unserer Anliegen berücksichtigt worden sind.

Die erste Änderung betrifft die Fälligkeit der MWST bei wiederkehrenden Zahlungen. Die MWST war gemäss bisheriger Praxis im Zeitpunkt der Bezahlung des Abtretungsentgelts fällig, was zu einer Vorfinanzierung der MWST führt und bei Steuersatzänderungen und Vertragsauflösungen zu komplizierten Anpassungen führte. Neu ist die MWST nur noch bei Abrechnung nach vereinnahmten Entgelten sofort fällig. Bei Abrechnung nach vereinbarten Entgelten ist der Zeitpunkt der Rechnungsstellung massgebend. Ich gehe davon aus, dass die ESTV nicht die Rechnung für das Forderungsentgelt meint, sondern die Rechnungen für die wiederkehrenden Zahlungen.

Die zweite Änderung betrifft die nachträgliche Änderung der Umsatzsteuerschuld beim Leistungserbringer. Die ESTV hat dazu folgende neue Regelung publiziert:

Forderungsabtretung

Diese Regelung ist sehr zu begrüssen. So ist es möglich, auch notleidende Forderungen noch zu verkaufen, ohne das Risiko zu laufen, dass die geschuldete MWST höher ist als das Abtretungsentgelt.

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Die neuen Saldo- und Pauschalsteuersätze sind bekannt

Mit der Steuersatzsenkung auf den 1.1.2018 müssen auch die Saldo- und Pauschalsteuersätze angepasst werden. Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat die neuen Sätze nun bereits bekannt gegeben. Weiterlesen

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Es ist historisch – Die MWST-Sätze sinken

Die Reform „Altersvorsorge 2020″ wurde abgelehnt. Mit der Ablehnung der AHV-Reform steht fest, dass der Normal- und der Sondersatz der Mehrwertsteuer (MWST) erstmals in der Geschichte der Schweiz sinken werden.
Der Normalsatz beträgt ab 1.1.2018 7,7% (bisher 8%) und der Sondersatz für die Hotellerie 3,7% (bisher 3,8%). Der reduzierte Steuersatz z.B. für Lebensmittel bleibt unverändert bei 2,5%. Weiterlesen

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Die Einsprache gegen eine unbestrittene Verfügung

In Rechtsmittelverfahren erlebt man immer wieder (böse) Überraschungen. Konkret ging es um ein Verfahren, in welchem der Steuerpflichtige mit der Qualifikation gewisser Leistungen nicht einverstanden war. Während er davon ausging, die Leistung sei steuerbar, qualifizierte die ESTV die Leistungen als ausgenommen. Weil er mit Pauschalsätzen abrechnete, konnte er für die Leistungen auch nicht optieren.

Nach eingehender Analyse entschied sich der Steuerpflichtige, die Verfügung nicht anzufechten. Dieser Entscheid war insbesondere auch beeinflusst von der Tatsache, dass die zu Unrecht mit MWST fakturierten Rechnungen korrigiert werden können.

In der Diskussion mit der ESTV, ob die Rechnungen im Sinne von Art. 27 Abs. 4 MWSTG korrigiert werden können, wies die ESTV darauf hin, dass dies möglich sei, aber nur solange die Verfügung nicht rechtskräftig sei. Zum Glück fand diese Diskussion mit der ESTV vor Ablauf der Rechtsmittelfrist statt.

Ob die Auffassung der ESTV richtig ist, dass die Rechnung in diesem konkreten Fall nicht mehr korrigiert werden kann, müssen wir deshalb nicht im Rechtsmittelverfahren abklären lassen. Der Umstand, dass mit der Verfügung eben die Steuerforderung für eine konkrete Periode – und damit auch die Steuer auf dem Umsatz – festgelegt wird, spricht für die Auslegung der ESTV.

Wir wollten es jedenfalls nicht darauf ankommen lassen und haben Einsprache gegen eine Verfügung gemacht, mit der wir einverstanden waren. Nur so konnten wir sicherstellen, dass die Rechnungen ohne Fristdruck korrigiert werden können.

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Die ESTV ist vorbereitet

Am 24. September 2017 entscheidet sich, ob die MWST-Sätze unverändert bleiben oder erstmals in der Geschichte gar gesenkt werden. Die Abstimmungsprognosen lassen es zumindest nicht ausschliessen, dass dies eintreten kann.

Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) ist aber vorbereitet. Sie hat neue Abrechnungsformulare entworfen, die der Steuersatzänderung Rechnung tragen würden. Sie werden Ende September 2017 publiziert, also nach dem Abstimmungstermin, wenn klar ist, ob die Sätze gesenkt werden.

Die ESTV hat die Gelegenheit genutzt, auch die bisherigen Formulare anzupassen.

Da die Zeit zur allfälligen Umstellung der Steuersätze auf den 1.1.2018 sehr kurz ist, empfehlen wir Ihnen schon heute, die Umstellungen in Ihren Systemen zu prüfen und sich auf die Anpassung der Steuersätze vorzubereiten. Die ESTV zumindest ist schon vorbereitet und hat Ihnen die neuen Formulare zur Verfügung gestellt.

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Das Mehrwertsteuergesetz wurde (unbemerkt) per 1. Mai 2017 angepasst

Immer wieder wird das Mehrwertsteuergesetz (MWSTG) im Rahmen von Revisionen anderer Bundesgesetze angepasst. So nun das letzte Mal im Rahmen der Revision des Lebensmittelgesetzes auf den 1. Mai 2017. Weiterlesen

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