Erste Präzisierungen der ESTV zur Versandhandelsregelung ab 1.1.2019

Auf anfangs 2019 wird die Versandhandelsregelung in Kraft treten, die ausländische Versandhändler in der Schweiz in die MWST-Pflicht zwingt, wenn sie mit Kleinsendungen (Steuerbetrag < CHF 5) über CHF 100’000 Umsatz erzielen. Damit wird eine weitere Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten der inländischen Anbieter eliminiert. Die ESTV hat dazu nun weiterführende Informationen publiziert: Weiterlesen

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Wo bleiben sie denn?

Eine der Stossrichtungen der Teilrevision des Mehrwertsteuergesetzes (MWSTG), die auf den 1.1.2018 in Kraft getreten ist, ist das Vermeiden von Wettbewerbsverzerrung. Insbesondere die Grenzregionen haben sich schon lange daran gestossen, dass ausländische Unternehmen – insbesondere des Bauhaupt- und nebengewerbes ihre Leistungen in der Schweiz ohne MWST anbieten konnten. Dieses Ziel der Revision hat zu einer wesentlichen Ausweitung der Steuerpflicht ausländischer Unternehmen geführt. So werden (theoretisch) auch sämtliche Hotels weltweit in der Schweiz MWST-pflichtig, wenn sie ihren (Privat-)Kunden mit Wohnsitz in der Schweiz kostenpflichtige elektronische Dienstleistungen – wie z.B. den Zugang zum Internet oder zu Filmen – erbringt. Diese Ausweitung der Steuerpflicht hängt damit zusammen, dass auf den weltweiten Umsatz abgestellt wird und deshalb bereits der erste Franken an Schweizer Kunden die Registrierungspflicht auslöst. Bisher haben sich aber noch nicht alle Hotels weltweit in der Schweiz registrieren lassen. Die ESTV hat im Januar erst rund 5‘000 neue Steuerpflichtige registriert. Dies ist zwar deutlich mehr als in den Vorjahren (Zuwachs bisher rund 3‘000 pro Jahr), aber doch noch deutlich von der Prognose der ESTV entfernt, dass die Teilrevision rund 30‘000 neue Steuerpflichtige bringt.

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Die ESTV könnte viel vom europäischen Gerichtshof lernen

Knapp vor Weihnachten hat der Europäische Gerichtshof einen bemerkenswerten Entscheid gefällt (C-462/16 i.S- Boehringer Ingelheim vom 20. Dezember 2017). Dabei ging es zentral um die Frage von Entgeltsminderungen von Pharmaunternehmen bei Rückerstattungen an Versicherer. Da wir aktuell einen Fall von Entgeltsminderungen mit der ESTV verhandeln, sind die Überlegungen des europäischen Gerichtshofs „Balsam für unsere Seele“. Weiterlesen

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Switzerland or Liechtenstein first?

Im Verhältnis zwischen der Schweiz und Liechtenstein begegnet man im Zusammenhang mit der Mehrwertsteuer (MWST) immer wieder besonderen Konstellationen. Sie hängen damit zusammen, dass das Fürstentum gemäss Art. 3 lit. a MWSTG zum Inland gehört. Weiterlesen

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Was lange währt, verjährt

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVGer) vom 8. November 2017 (A-5410/2016) behandelte einmal mehr die Ermessenseinschätzung eines Sauna- und Massagebetriebes. Die Frage, ob die Umsätze den Masseurinnen oder dem Betrieb zuzurechnen seien, war nicht mehr strittig. Es ging nur noch um die Höhe der durch den Betrieb zu versteuernden Umsätze. Da aber die Umsätze der Jahre 2000 bis 2004 (!) zur Diskussion standen, wird die Frage der Verjährung zentral. Weiterlesen

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Sehen Sie den Unterschied?

Zu Beginn des Jahres sind erstmals in der Geschichte der schweizerischen Mehrwertsteuer die MWST-Sätze gesunken. Die letzte Steuersatzänderung hatten wir 2011. Schon 2011 und nun wieder hat die Eidgenössische Steuerverwaltung in diesem Zusammenhang eine Broschüre publiziert, die den Übergang von den alten zu den neuen Steuersätzen regelt. Abgrenzungsfragen entstehen, wenn Leistungen sowohl vor als auch nach der Steuersatzänderung erbracht werden.

Steuersatzänderung 2011

Und hier die zweite Grafik:

Steuersatzänderung 2018

Haben Sie den Unterschied bemerkt? Werden die teilweise vor und teilweise nach der Steuersatzänderung erbrachten Leistungen nicht separat fakturiert, so kommen in der einen Broschüre weiterhin die alten Steuersätze zur Anwendung, während in der anderen Broschüre die neuen Steuersätze gelten. Und jetzt können sie noch raten, wann welche Regelung zum Einsatz kommt. Der Grundsatz: „in dubio pro fisco“ (im Zweifel für die Steuerverwaltung) ist Ihnen bei der Lösung behilflich.

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Die wichtigsten Änderungen per 1.1.2018

Per 1.1.2018 treten die Teilrevision des MWSTG sowie die Steuersatzsenkungen in Kraft. Die wichtigsten Änderungen in Stichworten:

  • Der Normalsatz sinkt von 8% auf 7.7%
  • Der Sondersatz für Beherbergungsleistungen sinkt von 3.8% auf 3.7%
  • Der reduzierte Steuersatz von 2.5% bleibt unverändert, ist aber neu auch auf elektronische Zeitungen, Zeitschriften und Bücher anwendbar
  • Für die Steuerpflicht ausländischer Unternehmen wird auf den weltweiten Umsatz abgestellt, so dass solche Unternehmen bei Leistungen in der Schweiz schon mit dem ersten Franken registrierungspflichtig werden
  • Die Bezugsteuer greift bei Lieferungen nur noch beim Bezug von unbeweglichen Gegenständen (z.B. Arbeiten an Grundstücken)
  • Die Steuerausnahmen sind im Versicherungsbereich sowie bei der öffentlichen Hand ausgeweitet worden
  • Bei Kunstgegenständen und Antiquitäten kommt wieder die Margenbesteuerung (anstatt des fiktiven Vorsteuerabzugs) zur Anwendung
  • Weitere Änderungen sind formeller Natur, wie z.B. die Erleichterungen bei der Option

Stellen Sie sicher, dass ab sofort nur noch die tieferen Steuersätze zur Anwendung kommen und Ihnen ihre Geschäftspartner auch nur die tieferen Steuersätze fakturieren. Die tieferen Steuersätze sind auch für die Bezugsteuer anzupassen.

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