Die Suppe wird besser nicht so heiss gegessen, wie sie gekocht wird

Die Wirtschaftskommission des Nationalrates (WAK-N) hat sich in seiner Sitzung vom 25. Juni mit der Gastro-Initiative auseinandergesetzt und einen indirekten Gegenvorschlag ausgearbeitet. Mit der Gastro-Initiative versuchen die Gastwirte ihre Leistungen dem reduzierten Steuersatz von 2.5% zu unterstellen, der auch für Nahrungsmittelverkäufe und für Take away Betriebe gilt. Sie argumentieren insbesondere damit, dass sie gegenüber den Take away Betrieben einen Wettbewerbsnachteil haben.  

Die WAK-N schlägt nun vor, dass bei den Take away Betrieben zwischen warmen und kalten Speisen unterschieden werden soll. Nur noch die kalten Speisen sollen dem reduzierten Steuersatz unterliegen. Die warmen Speisen hingegen unterliegen wie die gastgewerblichen Leistungen dem Normalsatz. Es kann sich deshalb lohnen, die Suppe nur kalt zu essen.

Noch muss sich die Wirtschaftskommission des Ständerates (WAK-S) mit diesem Thema befassen. Es ist also noch keineswegs sicher, dass dieser Vorschlag als indirekter Gegenvorschlag der Gastro-Initiative gegenüber gestellt wird. Sicher ist, dass damit noch mehr Abgrenzungsfragen in Take away Betrieben entstehen.

Der weitere Vorschlag, sämtliche Nahrungsmittel dem Normalsatz zu unterstellen, ist allerdings nur dann nicht mit neuen Abgrenzungsproblemen verbunden, wenn auch die Futtermittel zum Normalsatz versteuert werden. Sonst kaufe ich die Rüebli eben nicht für mich, sondern als Futtermittel zum reduzierten Satz für meinen Hasen.

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